Montag, 23. Mai 2016

Leserunde? Was 'n das?

Bis vor einer Weile hatte ich selbst noch keinen Plan, was eine Leserunde oder gar Social Reading ist. Prinzipiell ist das aber eigentlich ganz einfach erklärt: Eine Social-Reading-Plattform wie beispielsweise Lovelybooks (meines Wissens Deutschlands bekannteste Plattform dieser Art) ermöglicht es ihren Mitgliedern, gemeinsam auf die unterschiedlichsten Arten ihrem Hobby zu frönen: dem Lesen. So weit so unspektakulär. Was das Ganze aber so richtig spannend macht, ist die Tatsache, dass Lovelybooks mit vielen Verlagen und Autoren zusammenarbeitet. Somit bietet sich den Verlagen und Autoren eine Möglichkeit, vorab Rezensenten für ihre Neuerscheinungen zu finden, und Lesern, Bücher kurz vor oder nach ihrem Erscheinen zu lesen und zu rezensieren. 
Immer noch nicht spannend und klingt zu sehr nach Werbung und Leserkauf? Auf den ersten Blick mag das der sich aufdrängende Gedanke sein, aber immerhin bekommt der Leser auch etwas dafür: Rezensionsexemplare. Und mit so einem Buch ist in der Regel automatisch auch eine Leserunde verbunden, in der sich mit den anderen Rezensenten ausgetauscht wird. Darüber hinaus gibt es je nachdem auch noch zusätzliche Fragen zu beantworten oder Aufgaben zu erfüllen. Alles, was den Spieltrieb fördert, funktioniert. So richtig spannend wird es schließlich, wenn auch die Autorin oder der Autor an der Runde teilnimmt. Es sind nämlich nicht selten noch eher unbekannte Schreiberlinge, die auf diesem Weg ein direktes Feedback ihres potenziellen Publikums erhalten. 
Und wem das an Spaß immer noch nicht reicht, der kann immerhin von Zeit zu Zeit zusätzlich Büchergutscheine und sonstige Goodies für besonders fleißiges Social Reading erhalten.

Ich kann aus meiner Sicht nur sagen: Ein ganz neues Leseerlebnis. Ich folge der Handlung und den Protagonisten viel bewusster, habe ein peinliches Nerd-Notizbuch, um nur ja keinen Leseeindruck zu vergessen, jage nach maßgeblichen Zitaten, mache mir viel mehr Gedanken über zusammenhängende Spannungsbögen, überzeugende Charaktere, literarisches Können und sowieso über den Zusammenhang des gesamten Universums ^_~
Dass das nicht jedermanns Sache ist, kann ich mir vorstellen. Aber für einen bibliophilen Narren wie mich, gibt es fast nichts Besseres, um sein Hobby auf ein neues Level zu heben - außer vielleicht als Krönung noch dieser Blog ...

Frau Schafski

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