Samstag, 26. Mai 2018

Wer deine Träume kennt, hat Macht über dich

Nachdem ich vergangenes Wochenende unterwegs war, habe ich nun doch glatt einen kleinen "Rezensionsstau", denn es warten schon drei Bücher darauf, bewertet zu werden. Den Anfang macht der erste Teil der "Silber"-Trilogie von Kerstin Gier, der mich überraschend gut unterhalten hat.

Manche Bücher ziehen mich allein wegen ihres Covers magisch an und so konnte ich dem ersten Band der Silber-Reihe von Kerstin Gier nicht widerstehen. Und das, obwohl ich mich durchaus schwer tue mit Jugendbüchern. Doch dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Die Autorin hat einen tollen Stil, witzig, süffisant, kurzweilig, eben mal so zum weglesen. Auch ihre Figuren sind durchweg sympathisch, mit teils skurrilen Eigenheiten, die sie aber nicht nervig, sondern eher liebenswert erscheinen lassen. Darüber hinaus schafft sie es, jenseits der Klischees zu schreiben, und sollte sie doch mal eines aufgreifen, dann wird dies auch mit einem Augenzwinkern als eben solches entlarvt. Das ist ein Humor, mit dem ich gut klar komme, einfach nicht alles zu ernst nehmen.

Die Story an sich ist jetzt nicht unbedingt die Erfindung des Rads, aber irgendwie ist sie doch besonders. Vor allem die kleinen Details, die Kerstin Gier überall einstreut, machen das Lesen zu einer regelrechten Entdeckungsreise. Die bildhafte Sprache tut ihr übriges dazu und lässt Orte und Figuren plastisch vor dem inneren Auge entstehen.

Fazit: Heute mal ganz kurz und bündig: Ich wurde überraschend gut unterhalten und werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von Kerstin Gier lesen. Für „Silber“ gibt es wohlverdiente 4 Sterne.
432 Seiten


Frau Schafski

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